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RuF Hünxe – eine Erfolgsgeschichte

1996
„Deutsche Jugendmeisterschaft“
2002
„Goldene Schärpe“ Deutschlandpreis der Ponyreiter
Seit 2003 Ponyturnier „Talentsichtung“
Seit 2004
„Hünxer Dressurtage“
Seit 2005
Internationales Vielseitigkeitsturnier mit Rh. Meisterschaften
2007
Bundesvierkampf 2007 – „Deutschlandpreis der Vierkämpfer“
2008
Deutsche Mannschaftsmeisterschaft Vielseitigkeit
2010
Deutsche Mannschaftsmeisterschaft Vielseitigkeit
2012
Deutsche Jugendmeisterschaft

Als im November 2006 zum dritten Mal in Folge der Reit- und Fahrverein Hünxe beim Langenfelder Abend als erfolgreichster Verein des Landesturnieres vom Verband ausgezeichnet wurde, konnten der 1.Vorsitzende Dieter Heisterkamp und Sportwartin Margret Neukäter stolz die Auszeichnung für ihren Verein in Empfang nehmen. „Doch wie ist es eigentlich möglich, dass solch ein junger Verein auf dieser Erfolgsspur seit Jahren läuft?“, wurde von etlichen Seiten an diesem Abend geäußert.

Der Reit- und Fahrverein wurde am 19. Januar 1977 neu gegründet und griff damit eine alte Tradition wieder auf. Die 18 Gründungsmitglieder wählten Horst Gumm zu ihrem 1.Vorsitzenden, der den Verein dann fast 24 Jahre führen sollte. Die ersten Mitglieder waren Jagdreiter, die auf dem Gutshof „Glück Auf“ ein herrliches weitläufiges Gelände vorfanden, um ihrem geliebten Reitsport nachzugehen. Friedel Krächter engagierte sich damals besonders für die Jagdreiter und organisierte alljährlich auf dem Gelände des Gutshofes eine immer gut besuchte Jagd. Schon im ersten Jahr wuchs die Mitgliederzahl auf 100 an und man begann mit dem Bau der vereinseigenen Halle. Ein weiteres Jahr später richtete der damals erst zwei Jahre alte Verein sein erstes eigenes Reitturnier aus, welches bis in die Gegenwart alljährlich im Sommer durchgeführt wird.

Doch nach den ersten fünf Vereinsjahren war der erste Wandel zu erkennen. „Der Verein scheint sich in Richtung Freizeitverein zu entwickeln, wobei die Anzahl der Turnierreiter rückläufig ist“, resümierte 1981 in einem Protokoll der damals erfolgreichster Reiter des Vereins Rolf Ziegenhagen, der schon in diesen Jahren äußerst erfolgreich im Dressursport der Kat. A startete.

Eine weitere Richtungsänderung nahm schon vier weitere Jahre später der Verein durch den Beitritt von etlichen aktiven Vielseitigkeitsreitern aus dem heimischen Umfeld. Der Verein entwickelte sich in eine Richtung mit dem Schwerpunkt Turniersport, den er bis heute beibehalten hat. Diese Entwicklung setzte sich mit der Ausrichtung von bisher fünf Landesturnieren fort. Die Vielseitigkeitsreiter schrieben seitdem mit Rainer Seuken, Christina Tesch, und den Europameistern Insa Weddige und Eva Putz Vereinsgeschichte.

Die durch Rolf Ziegenhagen im Verein begonnene hohe Dressurkunst wurde von seiner Tochter Christina Ziegenhagen und durch Alexa Engel, der erfolgreichen Tochter der damaligen Pächter und heutigen Gutshofbesitzer Eva und Peter Engel, auf höchstem internationalem Niveau fortgesetzt. In eben dieser Tradition reiten heute etliche erfolgreiche Dressurreiter wie z.B. Wendy Wehmeier, Nathalie Overmann oder Saskia Neuland für den Reit- und Fahrverein Hünxe. Mit Stephanie Thamm befindet sich eine seit Jahren erfolgreiche Fahrerin in den Reihen des RuF Hünxe, die in den letzten Jahren von der Öffentlichkeit fast unbeobachtet viele Meistertitel nach Hünxe geholt hat.

Im Jahre 1996 richtete dann der RuF Hünxe mit den „Deutschen Jugendmeisterschaften“ sein erstes großes nationales Turnier in Kooperation mit dem RV Lippe-Bruch-Gahlen aus. Nach diesem Einstieg in die nationale Turnierszene gab Horst Gumm den Vorsitz des Vereins im Jahre 2001 in die Hände von Dieter Heisterkamp. Mit den langjährig erfahrenen Vorstandsmitgliedern Johannes Matzken
(2. Vorsitzender) und Andrea Payenberg (Geschäftsführerin) intensivierte dieser nun die Turnierreiterei. Nach der Ausrichtung der „Goldenen Schärpe“ und des Landesturnieres im Jahre 2002 kam ein Jahr später 2003 noch die „Pony-Talentsuche“ im Februar dazu. Auf Peter Engels Initiative hin und unter seiner Turnierleitung fanden 2004 die ersten „Hünxer Dressurtage“ statt, ein bis heute absolut hochkarätig besetztes Dressurturnier, welches mittlerweile weit über die nationalen Grenzen hinaus bekannt ist. Im Jahr 2005 fanden beim RuF Hünxe zum ersten Mal die Rheinische Meisterschaften Vielseitigkeit im Rahmen des Internationalen Vielseitigkeitsturnieres statt, die seitdem in ununterbrochener Folge auf der tollen Anlage in Hünxe-Bucholtwelmen stattfinden. Seit 2005 findet auf dem Gelände des RuF Hünxe noch die alljährliche Stuten- und Fohlenschau statt, wobei Zuschauer und Teilnehmer das Flair des Gutshofes und die Arbeit des Ausrichters schätzen.

Für das Turnierjahr 2007 hatte sich dann der RuF Hünxe unter der Leitung von Dieter Heisterkamp eine weitere Steigerung vorgenommen. Unter dem Motto „Die Welt zu Gast in Hünxe“ hatten neben dem mittlerweile alljährlichen Pony-, Dressur- und Vielseitigkeitsturnier der Verein im Frühjahr mit dem „Bundesvierkampf“ die besten Vierkämpfer Deutschlands zu Gast.

Im Turnierjahr 2008 fand dann zum ersten Mal die „Deutschen Mannschaftsmeisterschaft Vielseitigkeit“ statt. Dieser Vielseitigkeitsevent stellte die Organisatoren vor große Aufgaben, denn es gab eine Doppelveranstaltung. Auf dem Gutshof „Glückauf“ wurden sowohl die „Deutschen Mannschafts-
meisterschaften“ als auch die „Rheinischen Meisterschaften“ in der Vielseitigkeit ausgetragen. Nachdem der Verein auch diese ungewöhnliche Aufgabe gemeistert hatte, fand im Jahr 2010 eine Neuauflage dieser Doppelveranstaltung statt. Der gesamte Verein freute sich, zum zweiten Mal Ausrichter für die DMM in der Vielseitigkeit sein zu dürfen.

Für das Jahr 2012 hat sich der Vorstand um Dieter Heisterkamp, Hans Gerd Neukäter und Tanja Bernds gleich fünf Turniere vorgenommen. Zu dem traditionellen Pony-, Dressur- und Vielseitigkeitsturnier kommt noch die Ausrichtung des Kreisturnieres als One-Day-Event hinzu. Glanzvoller Saisonabschluss wird die „Deutsche Jugendmeisterschaft“ sein, welche nach 1996 zum zweiten Mal in Hünxe stattfinden wird.

Für einen Verein, der um die 200 Mitglieder hat, ist eine derartige Turnierserie ein Kraftakt, der im Vorfeld genauestens organisiert werden muss. Dazu sind jedoch nicht nur ein emsiger Vorstand, sondern auch äußerst aktive Mitglieder und freiwillige Helfer von Nöten, die alle an einem Strang ziehen müssen.

So wird im gesamten Verein großen Wert auf die Nachwuchsförderung gelegt, die mit viel Herz und Engagement von allen Trainern umgesetzt wird. Gerade dieser persönliche Einsatz hat beim RuF Hünxe Vorbildcharakter für die Nachwuchsreiter und auch deren Eltern. Durch die Förderung von Mannschafts-Wettbewerben wird das Gemeinschaftliche unterstützt, was auch bei einer Einzelsportart wie der Reiterei ganz wichtig ist. In allen Vereinen weiß man, dass gerade diese Gemeinschaftsförderung oft schwierig ist, da man täglich gegen eine zunehmende familiäre und gesellschaftliche Individualisierung kämpfen muss. Umso höher ist der Einsatz aller Trainer beim RuF Hünxe zu bewerten, die „ihre“ Kinder auch zu Turnieren am Wochenende begleiten. So ist der Verein für viele junge Reiter zu einem zweiten Zuhause geworden.

Persönliches Engagement und fachliche Kompetenz gepaart mit viel Herz zeichnet so die Sportwartin, Vereinstrainerin und Landesponytrainerin Vielseitigkeit Margret Neukäter aus, die sich auch für ihre rheinischen Ponyreiter überall einsetzt und sie gemeinsam mit ihrem Mann Gerd Neukäter begleitet. All diese Eigenschaften schätzen nicht nur Reiter, Eltern und Verein, sondern finden auch beim Landesverband höchste Anerkennung. Mit Alexa Engel, der Pferdewirtschaftsmeisterin des Gutshofes, befindet sich nicht nur eine exzellente Dressurreiterin, sondern auch eine hervorragende Dressurtrainerin in den Reihen des Vereins. Seit 2007 ist die erfolgreiche Dressurreiterin Carolin van der Linde zur Landesvierkampftrainerin berufen worden und arbeitet seitdem erfolgreich mit den reiterlichen Mehrkämpfern.

Betrachtet man den RuF Hünxe in seiner Entwicklung und seinem Engagement ist es nicht verwunderlich, dass sich auf solch „gutem Boden“ in über 35 Jahren Vereinsgeschichte so viele reitsportliche Talente regional, national und international entwickeln konnten. So kann man auch von Vereinsseite stolz auf die vielen Rheinischen-, Deutschen- und Europa-Meistertitel blicken, welche die Reiter durch elterliche, sponsor- und vereinsmäßige Förderung nach Hünxe geholt haben.